Flug über Frankfurt nach Kapstadt

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Mittwoch, 02. Juni 2021 - 16:30 Uhr
Endlich geht es los!
Ankunft am Flughafen München. Nur an Terminal 2 wird derzeit abgefertigt. Es ist wirklich ungewöhnlich wenig los. Am Check-in gibt es keine Wartezeit aber der Vorgang dauert trotzdem etwas länger, weil diesmal der berühmte südafrikanische Einreisefragebogen für Deutsche bereits beim Check-in geprüft wird. Der Fragebogen ist um einige einfache Corona-spezifische Fragen erweitert worden. Jetzt wird auch der Nachweis des negativen PCR Tests geprüft.

Die Sicherheitskontrolle geht sehr schnell und einfach - scheint stärker automatisiert worden zu sein. Auffälligste Änderung ist, daß die Laptops nicht mehr aus der Tasche genommen werden müssen. Boarding wird hier in Boarding-Gruppen (1 bis 5) unterteilt, die einzeln aufgerufen werden.

Der Flug von München nach Frankfurt ist erstaunlich gut besetzt. An Bord gilt, wie am Flughafen auch, durchgehende Maskenpflicht. Nach dem kurzen Flug erstaunt mich das recht flotte Offboarding, das anscheinend durch das explizite Aufrufen der Sitzreihen zum Aussteigen geordneter und dadurch schneller geht.

Der Flughafen Frankfurt ist etwas geschäftiger als der Münchner. Aber immer noch kein Vergleich zu früheren Zeiten. Die Wartezeit für den Flug nach Kapstadt ist endlos. Auch hier nochmal die Prüfung der Einreise-Fragebögen für Südafrika und Prüfung des negativen PCR Tests (für Südafrika darf der PCR-Test beim Abflug nicht älter als 72 Stunden sein). Das Boarding erfolgt hier nach Sitzreihen.

Der Flug ist gelinde gesagt fast leer. Nur etwa ein Passagier pro Sitzreihe. Das macht den Flug natürlich sehr angenehm. Man kann die Füße ausstrecken und der Bordservice ist auch viel schneller. Ich konnte tatsächlich mal während des Großteils des Fluges schlafen. Der Flug verläuft von Frankfurt fast senkrecht nach Süden bis Kapstadt. Über Zentralafrika gab es natürlich wieder die üblichen schweren Tropengewitter mit entsprechenden Turbulenzen.

Die Landung vor der Zeit (09:30) erfolgt auf einem ebenfalls fast leeren Flughafen. Wir sind der einzige internationale Flieger, der abgefertigt wird. Vor der eigentlichen Einreisekontrolle erfolgt eine Temperaturmessung und die erneute Prüfung des PCR-Tests, die im Fragebogen vermerkt werden. Die prüfende Person war wirklich sehr nett und hilfsbereit. Der Fragebogen wird dann eingesammelt. Der Haufen an Fragebögen, der da auf dem Tisch lag, sah mir nicht so aus, als würde mit dem nochmal irgendwas sinnvolles passieren. Ich mag mich irren, aber irgendwie glaube ich Afrika doch ein wenig zu kennen. Bei der eigentlichen Immigration war dann wieder alles Routine - hier spielte Corona oder der PCR Test keine Rolle mehr. Das Gepäck kam relativ bald vom Band. Schnell noch eine südafrikanische SIM-Karte und etwas Geld besorgt und ich konnte den Flughafen schon verlassen.

Mir ist durchaus bewußt, wie schlimm eine so stark spürbare touristische Flaute für die Fluglinien, die Flughafenbetreiberfirmen und natürlich auch für die ganze Tourismusbranche ist. Auch die stark von Tourismus abhängigen Länder - wie die im südlichen Afrika - leiden erkennbar darunter. Aber für abenteuerliche Menschen ist das ein angenehmes und unaufgeregtes Reisen, trotz der zusätzlich notwendigen Unterlagen.

Endlich, ich bin in meiner Lieblingsstadt angekommen. Es ist wunderbares Wetter, beinahe wolkenlos bei 20 °C mit einem angenehmen, leichten Wind landeinwärts.

Zunächst geht es zur südafrikanischen Spedition, der ich die mitgebrachten Frachtpapiere und das Carnet de Passage fürs Auto übergebe, damit die Zollformalitäten vorbereitet werden können.

Auf einem der nahe gelegenen Weingüter erlebe ich mit Frank, dem Sohn meines Cousins, den ersten Sonnenuntergang in Afrika und dann gibt es ein vorzügliches Abendessen.
 

Der erste Abend in Kapstadt, Südafrika.
Der erste Abend in Kapstadt, Südafrika.

 

Bei den letzten Planungen für die nächsten Tage, später am Abend, erleben wir noch das in Südafrika allgegenwärtige Load Shedding. Eine gute Erinnerung, dass man auch unterwegs immer mit gefüllten Akkus losfahren sollte. Wer weiß, wo man das nächste Mal aufladen kann.

 

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