Auf den Shetland-Inseln

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Freitag, 25.02.2022
Früh morgens um kurz nach sechs Uhr fährt unser Schiff durch Neptuns Blasebalg, auch Drachenmund oder Höllentor genannt, eine schmale Öffnung in der Caldera von Deception Island und ankert innen in Whalers Bay bei einer Wassertiefe von 70 Metern. Wir befinden uns auf 62° 59' 1" südlicher Breite und 60° 33' 41" westlicher Länge. Leider ist das Vergnügen etwas durch die sehr starke Bewölkung getrübt. Luft- und Wassertemperatur betragen 2 °C bei einer Windstärke von 3. Es herrscht ein Luftdruck von 994 hPa bei leichtem Schneeregen.

Deception Island.
Gemeinfreies Bild von Deception Island in einer Satellitenaufnahme von Landsat 8.

Deception Island ist eine der größten und beeindruckendsten Kraterinseln der Erde. Wie ein riesiges Hufeisen liegt die 13 mal 14 km² messende Insel in der Bransfield-Straße. Sie gehört geographisch zu den Südshetlandinseln und liegt nahe der Livingstone Insel. Sie ist ein eingebrochener Vulkan mit einer Caldera, in die man mit dem Schiff durch Neptuns Blasebalg hineinfahren kann. Deception ist ein aktiver Vulkan. Hier kann das Aufeinandertreffen von vulkanischer Hitze und ihrer umgestaltenden Kraft auf die antarktische Kälte mit ihrer bewahrenden Natur eindrucksvoll erlebt werden. So gibt es am Rande des 190 m tiefen, inneren Kratersees heiße Quellen, Fumarolen und Heißwasserlagunen. Deception Island ist vom geologischen Standpunkt aus ein junger Vulkan, nicht älter als circa 2 Millionen Jahre.

Deception Island

Deception Island, "Insel der Täuschung" ist eine der südlichsten Shetlandinseln. Die Insel ist der Gipfelbereich eines vom Meeresgrund etwa 1.500 m hoch aufragenden aktiven Vulkans. Der bislang letzte Ausbruch fand im Jahr 1970 statt. Die Caldera bildet einen großen natürlichen Hafen. Vormals befand sich in der Bucht eine Walfangstation, nun beherbergt sie mehrere Forschungsstationen und ist ein antarktisches Tourismusziel.

Die ungefähr 20 km südlich der Livingston-Insel in der Bransfieldstraße liegende Insel besteht aus dem Rand einer vom Meer gefluteten Caldera und hat einen Durchmesser von 13 bis 14 km. Durch eine im Südosten der Insel gelegene weniger als 400 m breite Meerenge, Neptuns Blasebalg genannt, können Schiffe in den Kratersee, Port Foster, gelangen. Durch vulkanische Aktivität liegt die Wassertemperatur dort bei etwa 10 °C. Die höchsten Erhebungen der Insel sind der Mount Kirkwood mit rund 460 m und der Mount Pond, der 539 m hoch ist.

Deception Island ist eine geologisch sehr junge Insel, die vermutlich erst während der letzten 150.000 Jahre entstanden ist. Vor ungefähr 10.000 Jahren führte ein Vulkanausbruch der Stärke 6, bei dem Material mit einem geschätzten Volumen von rund 30 km³ ausgeworfen wurde, zum Einbruch der Caldera. Der Vulkan gilt weiterhin als aktiv und unberechenbar. Messungen gegen Ende des 20. Jahrhunderts ergaben, dass sich der bis etwa 165 m unter dem Meeresspiegel liegende Boden der Caldera mit einer Rate von mehr als 30 cm pro Jahr hebt, was auf ein Wiederaufleben der vulkanischen Tätigkeit hinweisen könnte. Noch heute gibt es am Rande der Caldera heiße Quellen, Fumarolen und Heißwasserlagunen.

Erstmals gesichtet wurde die Insel am 29. Januar 1820 von William Smith und Edward Bransfield, konnte aber wegen schlechten Wetters nicht betreten werden. Vermutlich als Erster segelte der amerikanische Robbenfänger Hero unter seinem Kapitän Nathaniel Palmer in den später als Port Foster bezeichneten natürlichen Hafen. Dieser ist nach Henry Foster benannt, der 1829 als Leiter der ersten wissenschaftlichen Expedition in die Antarktis geophysikalische Messungen mit dem Reversionspendel in der nach diesem Ereignis benannten Pendulum Cove durchführte.

1842 wurde erstmals ein Vulkanausbruch auf der Insel direkt beobachtet. Der Leiter einer amerikanischen Expedition, Wilkes, berichtete, dass es ausgesehen hätte, als stände die ganze Südseite der Insel in Flammen. Der Vulkanismus beeinträchtigte bis zu dem Ausbruch im Jahr 1967, der eine Phase größerer Aktivität einleitete, weder die Tätigkeit der Walfänger und Robbenschläger noch die der Forscher in größerem Maße. Beim Ausbruch von 1967 wurden die englische Forschungsstation an der Whalers Bay sowie die chilenischen Forschungsstationen Pedro Aguirre Cerda und Gutiérrez Vargas an der Pendulum Cove schwer beschädigt. Der Versuch der Briten, ihre Station 1969 wieder aufzubauen, wurde durch einen erneuten Ausbruch am 21. Februar an der westlichen Seite des Mount Pond beendet, der zur endgültigen Aufgabe der Station zwei Tage später führte. Von 1912 bis 1931 befand sich an der Whalers Bay die südlichste Trankocherei der Welt. Größtenteils aus dieser Zeit stammt ein Friedhof mit 35 Gräbern, der bei den Vulkanausbrüchen der 1960er Jahre weitgehend verschüttet wurde.   (aus Wikipedia)

Aus der Form der Insel geht klar hervor, dass es sich um das Randgebirge eines mächtigen Vulkankraters handelt, der sich im Laufe der Zeit mit Meerwasser gefüllt hat. Letztmalig ist der Vulkan 1970 ausgebrochen. Der höchste Punkt der Insel ist der Mount Pond mit 576 m. Die Insel besteht aus schwarzem und rötlichem Felsgestein vulkanischen Ursprungs und ist teilweise mit einer permanenten Eisschicht bedeckt. Ein kleiner Teil der Steine ist durch Oxidation des enthaltenen Eisens zu Rost rötlich gefärbt. Darüber hinaus ist ein noch kleinerer Teil der Steine hellbeige. Auf den Steinen wachsen zum Teil gelbe, weiße und grüne Flechten.

Unser erster Landausflug heute beginnt gegen neun Uhr. Erneut setzen wir mit Zodiacs zum Strand von Whalers Bay über. Hier stehen einige verfallende ehemalige Gebäude von Walfängern und ein ebenfalls im Verfall begriffener Hangar. Von dem zugehörigen Flugfeld aus wurde seinerzeit versucht, mit einem Kleinflugzeug den Südpol zu erreichen. Auf den Gebäudeüberresten sitzen viele Dominikanermöven und halten Ausschau.

 

Der Strand besteht aus schwarzem, feinem Lavakies. Auf einer großen, leicht erhöht liegenden Fläche befindet sich ein kleines geschütztes Becken mit warmem, dampfendem Süßwasser. An einem kurzen Küstenabschnitt dampft ebenfalls das Wasser, und es riecht stark nach Schwefelwasserstoff. Das Meerwasser ist dort warm. Auf den ersten 25 Zentimeter von der Küste liegt dort die Wassertemperatur um die 60 bis 70 °C. Diese nimmt mit jedem Zentimeter immer weiter ab und erreicht nach einem halben Meter die sonst vorherrschenden 2 °C. Im nahen Uferwasser sehen wir die verbleichten Exoskelette von Seesternen, denen das Wasser dort zu warm geworden ist.

Die Südlichen Seebären sind eine Gattung der Ohrenrobben. Mit dem Nördlichen Seebären haben sie das dichte, wollige Fell gemein, sie sind mit ihnen aber offenbar nicht so nah verwandt wie mit den Seelöwen. Die Farbe der Südlichen Seebären ist meistens hellbraun. Männchen haben außerdem eine schwarze Halsmähne. Zu Fortpflanzungszeiten bilden Seebären große Kolonien, in denen ein Männchen je einen Harem aus mehreren Weibchen unterhält. Zwischen rivalisierenden Männchen gibt es Kämpfe um die besten Plätze an den Küsten, in deren Verlauf jüngere und schwächere Männchen an den Rand der Kolonien gedrängt werden.

An der Küste tummeln sich viele Seebären, ausschließlich männliche Tiere. Sie liegen überwiegend herum und schlafen. Einige wenige interagieren mit Artgenossen. Auf die seltsamen zweibeinigen Besucher reagieren sie allesamt eher gelassen. In einem Abschnitt der Küste finden wir einen regelrechten Walfriedhof. Hier wurden die Überreste der Tierkadaver von den Walfängern entsorgt. Heute sind natürlich nur noch die Knochen übrig. In der Vergangenheit war dies ein wenig rühmlicher Ort, an dem mitgeholfen wurde, die großen Walarten beinahe komplett auszurotten. Mehr als 180.000 Tiere wurden pro Jahr zu Hochzeiten in den antarktischen Gewässern getötet. In dutzenden Walfängerstationen wurden die gefangenen Wale in regelrecht industriellen Prozessen zu Walöl verkocht. Beim traurigen Anblick dieses Friedhofs sind wir über die rechtzeitige Entdeckung des Erdöls als billigem Ersatz für das blutige Walöl froh. Ansonsten wären aus Geldgier damals alle Wale ausgerottet worden.

Als wir von unserer Anladeposition die kleine Anhöhe hinaufsteigen, fällt leichter Graupel. Es ist weiterhin stark bewölkt, und das Licht ist sehr gedämpft, zumal die dunklen Felsen und Steine die Helligkeit sehr stark schlucken. Je näher wir dem Grat kommen, desto stärker fegt uns der Wind ins Gesicht. Oben angekommen erhalten wir einen Blick auf die gesamte Caldera. Durch das schlechte Wetter ist dieser Blick aber nur eingeschränkt zu genießen.

Nach Rückkehr zum Schiff fahren wir auf gleichem Weg wieder aus Deception Island heraus. Nun geht es entlang der Ostseite von Livingston Island nach Norden. Livingston Island ist sehr stark vergletschert. Schnee und Eis bilden gewaltige, meterdicke Auflagen. Oft ist uns nicht klar, weswegen die überhängenden gefrorenen Wassermassen nicht bergab stürzen. Die langen Abbruchkanten der Gletscher ins Meer sind ebenfalls gewaltig und viele zig Meter hoch. Jetzt haben wir enormes Glück mit dem Wetter, denn es klart auf, und wir sehen die hohen Berge der Insel mit ihren Schnee- und Eisauflagen in perfekter Beleuchtung. Die Sonne glitzert intensiv im Meerwasser. Erst nachdem wir Hunderte von Photos gemacht haben, ziehen wieder Wolken auf.

Livingston Island

Livingston Island wurde wohl wegen des 1788 m hohen Frieslandberges als erste der Shetlandinseln gesichtet. Dies geschah schon 1819, als der englische Handelskapitän William Smith bei dem Versuch, das Kap Hoorn zu umrunden, bis in diese südlichen Gefilde verweht wurde. Eine erste eingehendere Erkundung erfolgte in dem darauffolgenden Jahr durch Smith und Bransfield, und bald danach gingen auch schon die Robbenschlächter ihrem Geschäft nach. Die Insel ist 70 km lang, 25 km breit und durch zahlreiche Buchten gekennzeichnet.    (aus Wikipedia)

Es ist schon erstaunlich, wie zwei Inseln, die nur wenige Kilometer von einander entfernt liegen, doch derart unterschiedlich mit Schnee und Eis bedeckt sein können. Die Vulkaninsel Deception Island war in Schwarz verhüllt, und Livingston Island komplett mit Gletschern, Eis und Schnee geschmückt. 

 

Die Fahrt zu Half Moon Island geht weiter, das in der Mondbucht zwischen der Livingston Insel im Süden und Greenwich Island im Norden liegt. Ihre Halbkreisform legt nahe, dass es sich um einen erloschenen Vulkan mit einer Caldera handelt. Doch dieser Eindruck täuscht. Das Gestein ist nicht an der Erdoberfläche, sondern tief in der Erdkruste entstanden und erst später gehoben worden.

Nach einer Stunde Sonnenschein war der Zauber schon wieder vorbei, und dunkle Wolken überzogen den Himmel.
Das Erstaunliche ist der Gegensatz zwischen dem gewaltigen Gletscher m Hintergrund auf Livingston Island und vorne der fast eisfreien Insel Half Moon Island, Inseln, die nur 1 km voneinander entfernt sind.
Die Kolonie von Zügelpinguinen reicht auf Half Moon Island bis zu den höchsten Anhöhen hinauf. Am oberen Bild kann man gut erkennen, dass beide Inseln nur durch einen schmalen Meeressund voneinander getrennt sind.

Die zweite Anlandung heute findet nach dem Mittagessen statt. Die Insel besteht erneut überwiegend aus schwarzem Kies sowie vielen runden Steinen, entweder pechschwarz oder weiß mit schwarzen Punkten. Wir unternehmen eine längere Wanderung über die kleine Halbmondinsel, die nur aus einer schmalen und überwiegend flachen Sichel besteht. Zunächst vorbei an einer riesigen Kolonie von Tausenden von Zügelpinguinen. Vereinzelt sehen wir auch Eselspinguine darunter. Am Strand liegen ein paar faule Seebären im Kies und eine Horde eher jüngerer Tiere tollt wild im flachen Wasser herum und kämpft um einen aus dem Wasser ragenden schwarzen Felsen. Auf den oberen Plateaus der Felsen, die nicht von den Pinguinen erreicht werden können, sitzen Weißgesichtsscheidenschnäbel. Sie haben ein komplett weißes Federkleid und gehören hier zur biologischen Müllabführ, denn sie fressen wirklich alles.

Zügelpinguin

Der Zügelpinguin, auch Kehlstreifpinguin genannt, gehört zur Gattung der Langschwanzpinguine. Er ist nah verwandt mit dem Adélie- und dem Eselspinguin. Er lebt vor allem im Westen und Norden der antarktischen Halbinsel, außerdem noch auf wenigen Inseln im Südatlantik und den subantarktischen Inseln. Sein charakteristisches Merkmal ist ein schwarzer, schmaler Streifen, der sich vom Hinterkopf über die Kehle zieht. Der Bestand wird auf 8 Millionen Brutpaare geschätzt. Sie gelten als die streitlustigsten unter den Pinguinen und scheuen nicht davor zurück, auch wesentlich größere Tiere anzugreifen.

Das Gefieder zeigt keine jahreszeitlichen Veränderungen. Die Stirn, der Scheitel, Nacken und der Oberkörper sind blauschwarz, lediglich kurz vor der Mauser, wenn das Gefieder sehr abgenutzt ist, wirkt es bräunlich. Die Wangen, das Kinn und die Kehle sind weiß, die Körperunterseite ebenfalls. Die zu Flossen umgebildeten Flügel sind auf der Oberseite schwarz und auf der Unterseite weißlich mit einem kleinen schwarzen Endfleck. Die Füße und Beine sind rosafarben mit schwarzen Sohlen, die Iris ist rotbraun und der Schnabel ist schwarz. Jungvögel sind kleiner und schlanker als adulte Zügelpinguine und haben einen kleineren Schnabel. Bis zur vollständigen Mauser im Alter von vierzehn Monaten haben sie im Gesicht schwarze Flecken, besonders auffällig rund um das Auge.

Die Hauptnahrung der Zügelpinguine bildet der Krill und einige kleinere Fischarten. Zügelpinguine können nachgewiesenermaßen bis zu 100 Meter tief tauchen. Gewöhnlich fangen sie ihre Nahrung jedoch in Tauchtiefen zwischen zehn und vierzig Metern. Während der Brutzeit suchen sie ihre Nahrung nahe der Brutkolonien. Sie sind dann in der Regel nur drei Stunden von der Brutkolonie abwesend. Der einzelne Tauchgang dauert häufig nicht länger als 18 bis 19 Sekunden, gelegentlich bleiben Zügelpinguine aber auch bis zu 85 Sekunden unter Wasser. Wie alle Pinguine ist der Zügelpinguin ein Koloniebrüter. Er nutzt als Koloniestandort eisfreie Zonen an Küsten und präferiert dabei etwas steilere und felsigere Küstenabschnitte als andere Pinguinarten. 

Die Brutzeit ist im November und das Gelege umfasst im Allgemeinen zwei Eier. Die Brutzeit beträgt durchschnittlich 36 Tage. Neugeborene Jungtiere haben ein graues, plüschiges Federkleid. Die Hauptfeinde sind Raubmöwen sowie der Weißgesichtscheidenschnabel. Der Seeleopard ist der wichtigste Fressfeind ausgewachsener Zügelpinguine.   (aus Wikipedia)

Auf einigen der Felsen wachsen gelbe und rötliche Flechten. Auf den Kiesflächen finden wir immer wieder Moose zwischen den Steinchen. In Ufernähe hat die Flut abgerissene Kelbblätter angespült, die an der Luft verrotten und dabei verschiedene Farben annehmen. Von braun, gelb, dunkelrot bis hin zu rosa.

Auf einigen schwer erreichbaren Felsvorsprüngen sitzen Dominikanermöven. Unterhalb ihrer Aufenthaltsorte sind die Steine seltsam hell gefärbt. Im Teleobjektiv erkennt man, dass es sich um die weißen Schalen von Napfschnecken handelt, eine der Leibspeisen dieser Vögel. Wir wandern etwas auf der Insel umher und treffen auf weitere Gruppen von Seebären. Auch einige Weddellrobben liegen in Ufernähe eher faul herum. Auf einer ufernahen Steinebene liegen gewaltige Walknochen. Sie müssen bereits viele Jahrzehnte hier liegen und sind entsprechend spröde und porös.

Zwei Dominikanermöven.
Die harmlos erscheinenden Weißgesichtscheidenschnäbel sind die Hauptfressfeinde der Pinguinküken.

Seelöwe

Die Mähnenrobbe, auch Südamerikanischer Seelöwe genannt, ist eine südamerikanische Art der Ohrenrobben. Die Männchen werden bis zu 2,50 m groß und bis zu 500 kg schwer. Sie sind oberseits dunkelbraun und unterseits gelblichbraun gefärbt. Die namengebende Mähne hebt sich etwas heller ab, ist aber eigentlich keine Besonderheit dieser Robbe, sondern auch bei anderen Ohrenrobben präsent. Kühe werden dagegen nur zwei Meter lang und erreichen ein Gewicht von 140 kg. Sie sind von hellbrauner Farbe und haben oft große, unregelmäßige Flecken, die über den ganzen Körper verteilt sind. 

Die Weibchen bringen nach einer Tragzeit von ca. 350 Tagen ein Junges zur Welt. Die Geburt findet gleich nach dem Landgang des Weibchens und kurz vor der erneuten Paarung mit einem Männchen statt.

Für Leder und Tran wurden die Südamerikanischen Seelöwen in vergangenen Jahrhunderten massenhaft getötet, so dass die Population von mehreren Millionen auf einige Zehntausend zurückging. Heute gibt es wieder 270.000 Mähnenrobben, wobei die Bestände vor allem an den Küsten Argentiniens und Chiles beständig zunehmen, während es noch immer Rückgänge in Uruguay und auf den Falklandinseln gibt.    (aus Wikipedia)

Eine Gruppe junger Seelöwen beim Spielen "das ist aber mein Felsen" im flachen Uferbereich.

Dann entdecken wir an einem flachen Strandabschnitt eine junge Wedellrobbe. Ehrlich gesagt können wir ihn nur im direkten Vergleich mit den anderen Robbenarten als eine andere Art erkennen. Zum Glück werden unsere Landausflüge immer mindestens von einer Biologin und einer Geologin begleitet. Kurz bevor wir zu unserer Anlandestelle zurückkehren, sehen wir hinter einem großen Stein eine tote Robbe. Dann geht es mit dem Zodiac wieder zurück zum Schiff. Nach einem exzellenten Abendessen lassen wir den Abend in der Beobachtungslounge bei Klaviermusik ausklingen.

Die Weddellrobbe ist eine der häufigsten Robben der Antarktis, benannt nach ihrem Entdecker, dem englischen Seefahrer und Robbenjäger James Weddell. Sie trägt hellere, weiße oder gelbliche Flecken am ganzen Körper, ist etwa 2,5 m lang und um die 400 kg schwer. Sie lebt rund um die gesamte Antarktis am Rand des Packeises und wird weiter südlich angetroffen als jedes andere Säugetier.
Eine Weddellrobbe liegt ganz gemütlich auf den für sie wohl nicht harten Felsbrocken.

 

Ein Seelöwe mit trockenem Fell.

 

 

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